02.03.2021, Baden-Württemberg
Integration und Begleitung ausländischer Pflegekräfte

Nicht erst seit Corona wissen wir, dass unser Gesundheitssystem mehr Fachkräfte braucht.

 

Wir unterstützen Einrichtungen bei der Gewinnung ausländischer Pflegefachrkäfte

Die Lösungsansätze hier sind vielfältig und reichen von der Gewinnung neuer Auszubildenden, Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit Steigerung der Attraktivität des Berufsfeldes oder der Umgestaltung der Ausbildung. Viele dieser Ansätze brauchen jedoch viel Zeit. Ein kurzfristiger Baustein ist die Gewinnung von internationalen Arbeitskräften. Doch wie gelingt, wenn die neuen Teammitglieder erstmal da sind, eine langfristige und nachhaltige Integration? Nach eine Befragung von ca. 600 Personalverantwortlichen aus der deutschen Pflegebranche durch die Bertelsmann Stiftung (2015) sind die häufigsten Probleme beim internationalen Recruiting: die sprachlichen Hürden, die deutsche Bürokratie, falsche Vorstellungen der Bewerbenden, fehlende Unterstützung bei der Personalsuche im Ausland und bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, sowie einer noch ausbaufähigen Willkommenskultur. Dementsprechend müssen, damit die Einrichtungen und die Pflegekräfte nachhaltig profitieren, zunächst vier Hauptaspekte mitgedacht werden. 


1. Realistische Erwartungen schaffen

Wie die Ausbildung bzw. das Studium unterscheidet sich auch der Arbeitsalltag von Pfleger und Pflegerinnen. Damit die potenziellen Arbeitskräfte sich vorstellen und vorbereiten können, was sie in deutschen Einrichtungen erwartet und was von ihnen erwartet wird, braucht es hier eine klare und transparente Kommunikation über den zukünftigen Arbeitsalltag. Wie sieht ein Tag in der Klinik oder Einrichtung aus? Wie sind die Klinikstrukturen? Und wie kann Verständnis auf Seiten der Einrichtung, des Teams und der neuen Fachkraft füreinander entstehen? Das Gleiche gilt für das Leben in Deutschland. Wo sind die Unterschiede und wie begegnet man Ihnen? Oder ganz lebenspraktisch wie ist das Wetter und gibt man Trinkgeld und wenn ja wie? Neben einer offenen Kommunikation und Vorbereitung schon in den Herkunftsländern, unterstützen wir die Einrichtungen vor Ort auch gerne durch Beratung und Schulungen. 


2. Deutsch und die medizinische Fachsprache beherrschen

Ohne Frage sind die deutschen (Fach)Sprachkenntnisse eine der Voraussetzung einer gelingenden beruflichen Integration. Für die Einreise nach Deutschland ist ein B2-Niveau Grundvoraussetzung. Unsere Fachkräfte nehmen dazu schon im Heimatland an Deutschkursen teil. Die Kurse haben einen hohen Anteil an pflegespezifischen Themen um die Bewerber bestmöglich auf ihre zukünftige Berufsausübung vorzubereiten. 


3. Regionales und berufliches Umfeld kennen

Steht fest in welchen Einrichtungen die Pflegekräfte beginnen werden, macht es Sinn die Bewerber auf die jeweiligen Besonderheiten vorzubereiten. Dazu gehören auch regionale und kulturelle Merkmale wie z.B. ob vermehrt Mundart oder Hochdeutsch gesprochen wird. Hierzu sind wir mit den Kliniken und Einrichtungen vor Ort und unseren Partnern im Ausland in einem kontinuierlichen Austausch. 


4. Integration und Begleitung vor Ort bieten

Trotz aller Vorbereitung, der Berufsbeginn in einem neuen Land stellt wohl für alle eine große Herausforderung da. Damit die Zugewanderten möglichst schnell Fuß fassen können, braucht es eine herzliche Willkommenskultur. Neben einer vorbereiteten Kollegenschaft, kann es sehr hilfreich sein, bei den ersten Schritten unterstützt zu werden. Sei es eine Kontoeröffnung oder der Gang zu Behörden, die Begleitung durch eine feste Ansprechperson hilft hier die nötige Handlungssicherheit zu gewinnen um in Zukunft diese Aufgaben auch alleine zu bewältigen. 

 

Mit unseren Erfahrungen und Partnern in Baden-Württemberg und international unterstützen wir Sie gerne im gesamten Prozess vom Recruiting bis zum Arbeitsbeginn in Ihrer Einrichtung.